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 Narkose - Anästhesie

Das vorrangige Ziel einer Narkose ist nach wie vor die Schmerzausschaltung während einer Operation. Hierzu stehen dem Narkosearzt (Anästhesisten) 2 Möglichkeiten zur Verfügung: Die Vollnarkose (Allgemeinanästhesie) und die Teilnarkose (Regionalanästhesie).

 Vollnarkose - Allgemeinanästhesie:

Die Vollnarkose ist definiert durch die vorübergehende Ausschaltung des Bewusstseins, die Ausschaltung der Schmerzempfindung, der Ausschaltung vegetativer Reflexe und der Erschlaffung der Muskulatur. Erreicht wird dies durch die Anwendung einer Kombination moderner, gut steuerbarer Medikamente die eine Narkose sehr sicher machen. Während der Vollnarkose werden die lebenswichtigen Organsysteme des Patienten vom Narkosearzt lückenlos überwacht, und wenn notwendig sofort korrigiert. Dazu stehen heute die modernsten Überwachungs-
geräte zur Verfügung.

Der Ablauf einer Vollnarkose ist gut mit einem Flug zu vergleichen, stellen doch die Narkoseeinleitung (Start) bis zum Erreichen der richtigen Narkosetiefe (Erreichen der sicheren Flughöhe) und die Narkoseausleitung (Beginn des Sinkfluges) bis zum Aufwachen (Landung) die risikoreichsten Phasen dar. Sieht man den Piloten vor, während und nach dem Flug selten, so arbeitet auch der Narkosearzt (Anästhesist) auch meistens im Hintergrund.

Eine Vollnarkose kann auf 3 verschiedene Arten durchgeführt werden:

1. Intubationsnarkoe:

Nach der Narkoseeinleitung (Einschlafmittel, Schmerzmittel) bekommt der Patient ein Medikament, das alle Muskeln erschlaffen lässt. Danach muß der Patient sofort künstlich beatmet werden, da auch die Atemmuskulatur ausgeschaltet ist. Für die künstliche Beatmung wird ein Beatmungs-
schlauch (Tubus) in die Luftröhre eingeführt (Intubation). Dieser Schlauch wird mit der Narkosemaschine verbunden. Über die Narkosemaschine werden dem Patienten Sauerstoff und Narkosegase zugeführt.

2. Vollnarkose mit Kehlkopfmaske:

Bei kleineren, kürzeren Operationen wird als schonende Alternative die Kehlkopfmaske (Larynxmaske) angewendet. Diese Maske wird nach Narkoseeinleitung tief im Rachen vor dem Kehlkopf platziert.

3. Vollnarkose mit Gesichtsmaske:

Bei ganz kurzen Operationen kann die Narkose auch mit einer Gesichtsmaske durchgeführt werden.

 Teilnarkose - Regionalanästhesie:

Bei der Regionalanästhesie werden das Schmerzempfinden und teilweise das Berührungsempfinden in bestimmten Körperregionen ausgeschaltet. Folgende Methoden werden unterschieden:

1. Rückenmarksnahe Regionalanästhesie:

  • Spinalanästhesie: Bei dieser Methode wird ein Medikament (Lokalanästhetikum) über eine sehr dünne Nadel in den flüssigkeitsgefüllten Rückenmarksraum injiziert. Dadurch werden die Nervenwurzeln betäubt und das Schmerzempfinden unterhalb des Bauchnabels ausgeschaltet. Durch spezielle Medikamente kann dieses Verfahren uach einseitig angewandt werden.
    Besonders gut eignet sich die SPA bei Leistenbruchop., Prostataop., Hämmorhoidenop. und bei OP an den unteren Extremitäten.
  • Epiduralanästhesie: Bei dieser Technik wird ein dünner Kunststoffkatheter in einem vor dem Rückenmarksraum befindlichen Holraum eingelegt. Durch diesen Katheter ist es möglich wiederholt oder kontinuierlich Medikamente zu verabreichen. Diese Narkose wird z.B. in der Geburtshilfe und in der Schmerztherapie angewendet.

2. Plexusanästhesie und Nervenblockaden:

Für Operationen an den Extremitäten ist es möglich das Medikament zur Erreichung der Schmerzfreiheit direkt zum betroffenen Nerven zu injizieren. Um den Nerven exakt zu finden und Verletzungen zu vermeiden, wird ein Nervenstimulator verwendet.

Wenn der Patient Angst vor dem Wachsein während der Narkose hat, ist es auch möglich durch Verabreichung von Schlafmittel die Regionalanästhesie zu ergänzen.

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Narkosearbeitsplatz
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