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Allgemeine Intensivstation |
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Die Intensivstation I (IBST I) ist eine medizinische Höchstleistungs-
station, die über modernste medizinische Technologien verfügt, um alle intensiv-medizinischen Spezialleistungen abzudecken. Jede der 10 Intensiveinheiten bietet alle derzeit zur Verfügung stehenden intensivmedizinischen Therapiemöglichkeiten, Patienten mit schwerem Mono- oder Multiorganversagen zu behandeln. Die Innengestaltung der Station erfolgte nach dem Feng-Shui-Prinzip.
Der klinische Arbeitsschwerpunkt liegt in der perioperativen Betreuung von kardio- und abdominalchirurgischen Patienten sowie in der Behandlung der abdominellen Sepsis mit konsekutivem Multiorganversagen. Weiters werden chirurgische Hochrisikopatienten nach urologischen, gynäkologischen, plastisch-chirurgischen, kieferchirurgischen sowie nach HNO-Eingriffen perioperativ überwacht.
Die apparative Ausstattung der Station erfüllt alle Erfordernisse der heutigen invasiven und nicht invasiven Intensivtherapie. Es besteht die Möglichkeit bis zu 10 Intensivpatienten gleichzeitig mit Intensivrespiratoren der letzten Generation maschinell zu beatmen. Die Überwachung der Vitalparameter umfaßt das nicht-invasive und invasive Monitoring von Atmung und Kreislauf. Das erweiterte hämodynamische Monitoring mittels Pulmonaliskatheter und transösophagealer Echokardiographie kommt bei Patienten mit Multiorganversagen routinemäßig zum Einsatz. Bei Bedarf können Patienten zur Herz-Kreislaufunterstützung mit einer intraaortalen Ballonpumpe versorgt werden. Für die Behandlung des akuten Nierenversagens ist die Station mit 5 modernen Hämofiltrationsgeräten ausgestattet. Ausschließlich für die Intensivstation steht eine mobile Röntgeneinheit und ein Ultraschallgerät zur Verfügung.
Ein besonderer intensivmedizinischer Schwerpunkt ist die Behandlung von Patienten mit akutem Lungenversagen mittels lungenprotektiver Beatmungsstrategien. Kontinuierliches Blutgasmonitoring ermöglicht auf Veränderungen des pulmonalen Gasaustausches sofort zu reagieren. Additive Behandlungsmethoden wie die kinetische Therapie (Schwenkbett bzw. Bauchlagerung) und die kontinuierliche Applikation inhalativer Prostanoide kommen routinemäßig zum Einsatz. Eine infolge Langzeitbeatmung indizierte Tracheotomie wird unter fiberbronchoskopischer Kontrolle percutan durchgeführt. Auch nicht-invasive Beatmungmethoden stellen ein etabliertes Therapieverfahren dar.
Im Stationslabor besteht neben der routinemäßigen Bestimmung der Blutgasanalysen, auch die Möglichkeit der speziellen Gerinnungsdiagnostik mittels Thrombelastographie.
Ausbildung und Fortbildung haben auf der Intensivstation einen besonders hohen Stellenwert. Die Ausbildung der Assistenzärzte erfolgt nach einem eigenen Ausbildungsprogramm, welches einerseits an die Richtlinien der Europäischen Gesellschaft für Intensivmedizin angeglichen ist ("Guidelines for Training of Intensive Care Medicine"), andererseits den Lehr- und Lernzielkatalog für die Facharztprüfung für das Sonderfach "Anästhesiologie und Intensivmedizin" umfaßt. Fortbildungen finden regelmäßig in Form sogenannter "Monatsprogramme" bzw. als "Problem-based-learning" statt.
Gerade die High-Tech-Medizin benötigt aufgrund des hohen Geräteaufwandes besonders intensiven menschlichen Einsatz. Daher sind für das Ärzte- und Pflegeteam der IBST I die fachlich kompetente Betreuung und die menschliche Zuwendung oberste Maxime.
Doz. Dr. Wolfgang Oczenski
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