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 Geburtshilfliche Anästhesie 

Anästhesie in der Geburtshilfe ist nicht selten; bei jeder 2. Geburt ist ein Anästhesist beteiligt, im Krankenhaus Lainz bedeutet dies rund 500 Anästhesieleistungen/Jahr.

 Besonderheiten der geburtshilflichen Anästhesie

Die geburtshilfliche Anästhesie ist ein Hochrisikogebiet, insbesondere wenn sie unter Zeitdruck stattfindet.

Die geburtshilfliche Anästhesie unterscheidet sich von allen anderen Bereichen, in denen Anästhesisten tätig sind in folgenden Punkten:

  • Die Anästhesieleistung ist zumeist nicht planbar
  • Der Großteil der Anästhesieleistungen findet unter Zeitdruck statt
  • Von der Anästhesie sind 2 Patienten betroffen (Mutter + Kind)
  • Schwangere haben ein erhöhtes Aspirationsrisiko
  • Bei Schwangeren treten gehäuft Intubationsprobleme auf

 Maßnahmen für noch mehr Sicherheit

Weltweit wird die geburtshilfliche Anästhesie immer sicherer (1 Todesfall pro 25.000-30.000 Geburten). Wenngleich die Anästhesie für weniger als 1% der mütterlichen peripartalen Todesfälle verantwortlich ist, sind wir uns im Krankenhaus Lainz dieses Risikos bewusst, und versuchen durch folgende Maßnahmen noch mehr Sicherheit zu erreichen.

  • Wie wir aus den Erfahrungen der Präanästhesieambulanzen gelernt haben, vermindert Information über unsere Patienten deren Risiko. Daher werden den Schwangeren Anästhesieaufklärungsstunden angeboten, und dem Anästhesisten die Möglichkeit geboten eine auf Anästhesieprobleme fokussierte Anamnese durchzuführen.
  • Ebenso werden die Schwangeren über alle Anästhesieverfahren aufgeklärt, und damit in die Lage versetzt, sich an Hand von medizinischen Fakten, für das risikoärmste Narkoseverfahren zu entscheiden.
  • Regionalanästhesie ist in der Geburtshilfe die Anästhesiemethode der Wahl, die das Aspirationsrisiko, und das Problem der schwierigen Intubation umgeht. Gleichzeitig führt Regionalanästhesie zu einer erhöhten Uterusdurchblutung, und damit zu einem verbesserten Sauerstoffangebot an den Fetus. Regionalanästhesie verringert das Thromboserisiko der Mutter, minimiert die fetale Medikamentenbelastung, und ermöglicht der werdenden Mutter die Geburt ihres Kindes mitzuerleben.
  • Kooperation im Kreiss-Saal: die Zusammenarbeit mit den Geburtshelfern, Hebammen und Kinderärzten ist von enormer Bedeutung.
  • Im Falle eines geburtshilflichen Notfalles wird das gesamte Team durch die Telefonzentrale mittels Notrufs binnen Sekunden aktiviert.
  • Die Anästhesisten unterstützen die Kinderärzte jederzeit bei Notfällen im Kreiss-Saal.
  • Die Anästhesieabteilung des Krankenhaus Lainz führt 2 Intensivbehandlungsstationen, als auch die krankenhauseigene Blutbank, so dass wir für alle Eventualitäten gerüstet sind.

Weitere Informationen können Sie als Video unter www.billrothhaus.at, in einem Collegium Publicum der ÄK für Wien einsehen. (Risiko und Aufklärung in der geburtshilflichen Anästhesie - Dr. Angelika Flynn)

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Geburtshilfliche Anästhesie, Dr. Flynn
Dr. Angelika Flynn
 
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